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	<title>MEDIENECHO</title>
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	<description>Die Welt in der wir leben</description>
	<pubDate>Tue, 18 Nov 2008 11:21:23 +0000</pubDate>
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		<title>Die Allmächtigen</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Nov 2008 17:25:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MEDIENECHO</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[ARTIKEL  10 - Brief-, Post-, Fernmeldegeheimnis]]></category>

		<category><![CDATA[ARTIKEL  13 - Unverleztlichkeit der Wohnung]]></category>

		<category><![CDATA[ARTIKEL  18 - Verwirkung von Grundrechten]]></category>

		<category><![CDATA[ARTIKEL  20 Absatz 4 - Widerstandsrecht]]></category>

		<category><![CDATA[§ 81 StGB - Hochverrat]]></category>

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		<description><![CDATA[[ME] Auch wenn nach aktueller Lage das BKA-Gesetz im Bundesrat abgelehnt werden sollte, gilt nach § 81 StGB auch die Vorbereitung als Hochverrat:
„Wer es unternimmt, mit Gewalt oder durch Drohung mit Gewalt
1. den Bestand der Bundesrepublik Deutschland zu beeinträchtigen oder
2. die auf dem Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland beruhende verfassungsmäßige Ordnung zu ändern,
wird mit lebenslanger [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #5acfba;">[ME] Auch wenn nach aktueller Lage das BKA-Gesetz im Bundesrat abgelehnt werden sollte, gilt nach § 81 StGB auch die Vorbereitung als Hochverrat:</span></p>
<p><em><span style="color: #5acfba;">„Wer es unternimmt, mit Gewalt oder durch Drohung mit Gewalt</span><span style="color: #5acfba;"><br />
</span><span style="color: #5acfba;">1. den Bestand der Bundesrepublik Deutschland zu beeinträchtigen oder</span><span style="color: #5acfba;"><br />
</span><span style="color: #5acfba;">2. die auf dem Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland beruhende verfassungsmäßige Ordnung zu ändern,</span><span style="color: #5acfba;"><br />
</span><span style="color: #5acfba;">wird mit lebenslanger Freiheitsstrafe oder mit Freiheitsstrafe nicht unter zehn Jahren bestraft.“</span><span style="color: #5acfba;"><br />
</span><span style="color: #5acfba;">– § 81 StGB</span></em></p>
<p><em><strong>Ermittler sollen dem neuen BKA-Gesetz zufolge mit richterlicher Genehmigung heimlich Computer durchsuchen dürfen. Das Bundeskriminalamt wird so zur Bundes-Superpolizei.</strong></em><br />
<a href="http://www.sueddeutsche.de/,tt3m1/politik/877/319749/text/" target="_blank"><strong>Von Heribert Prantl</strong></a></p>
<p><a href="http://www.medienecho.net/wp-content/uploads/2008/11/hochverrat.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-899" title="hochverrat" src="http://www.medienecho.net/wp-content/uploads/2008/11/hochverrat.jpg" alt="" width="112" height="401" /></a><strong>Der heutige Tag ist ein bemerkenswerter Tag in der deutschen Rechtsgeschichte. Es ist der Tag, an dem die Entmachtung der Staatsanwaltschaft Gesetz wird - und zwar beginnt diese Entmachtung ganz oben, an der Spitze des Strafverfolgungs-Systems: Die Bundesanwaltschaft verliert ihre Sachherrschaft in den Terrorverfahren an das Bundeskriminalamt (BKA). Das BKA-Gesetz, das an diesem Mittwoch im Bundestag beschlossen werden soll, führt nämlich dazu, dass in Terrorsachen im Zweifel das Bundeskriminalamt, also die Polizei, das Sagen hat - und damit die diesem vorgesetzte Behörde, das Bundesministerium des Inneren.</strong><br />
Nicht mehr der Generalbundesanwalt, sondern Minister Schäuble führt künftig das entscheidende Wort. Denn die Verhütung von Straftaten, die das neue Gesetz dem BKA zuweist, schlägt die Verfolgung von Straftaten, für die die Bundesanwaltschaft zuständig ist. Die Staatsanwaltschaft, die Herrin des Ermittlungsverfahrens, die dafür sorgen soll, dass dem Gesetz Genüge getan wird, wird zur nachgeordneten Behörde. <a href="http://www.sueddeutsche.de/,tt3m1/politik/877/319749/text/" target="_blank">(mehr&#8230;)</a></p>
<p><a href="http://www.medienecho.net/wp-content/uploads/2008/11/weiss.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-902" title="weiss" src="http://www.medienecho.net/wp-content/uploads/2008/11/weiss.jpg" alt="" width="509" height="51" /></a></p>
<p><a href="http://www.medienecho.net/wp-content/uploads/2008/11/weiss1.jpg"><br />
</a></p>
<h2>Was der Bürger nicht weiß, macht den Bürger nicht heiß</h2>
<p><strong><em>Das BKA-Gesetz macht heimliche Grundrechtseingriffe möglich - gegen die sich der betroffene Bürger nicht wehren kann.</em><br />
Ein Kommentar von <a href="http://www.sueddeutsche.de/,tt3m1/politik/958/321827/text/" target="_blank">Heribert Prantl</a></strong></p>
<p>Einer der größten, wichtigsten, ja fundamentalsten Sätze des Grundgesetzes steht in Artikel 19 Absatz 4: Dieser Satz garantiert jedem Menschen, der von &#8220;von der öffentlichen Gewalt in seinen Rechten verletzt&#8221; wird, dass ihm &#8220;der Rechtsweg offen&#8221; steht. Der Satz war, als er vor sechzig Jahren ins Grundgesetz geschrieben wurde, ein kühner Satz. Der große Staatsrechtler Richard Thoma bezeichnete ihn als den &#8220;Schlussstein in dem Gewölbe des Rechtsstaats&#8221;.<br />
<strong><br />
Ein Hohn auf die Rechtsschutzgarantie</strong><br />
Das neue BKA-Gesetz reißt diesen Schlussstein aus dem Gewölbe. Es ersetzt ihn durch einen Laib löchrigen Käse., der eingewickelt ist in den Satz: Was der Bürger nicht weiß, macht den Bürger nicht heiß. Das neue Gesetz gibt nämlich der obersten Bundespolizeibehörde, also der öffentlichen Gewalt, die Macht zu allen möglichen Grundrechtseingriffen - von denen aber der betroffene Bürger nichts erfährt; also kann er sich auch nicht dagegen wehren. <a href="http://www.sueddeutsche.de/,tt3m1/politik/958/321827/text/" target="_blank">(mehr&#8230;)</a></p>
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		</item>
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		<title>Der Untergang der Weltmacht USA</title>
		<link>http://www.medienecho.net/der-untergang-der-weltmacht-usa/</link>
		<comments>http://www.medienecho.net/der-untergang-der-weltmacht-usa/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 17 Nov 2008 15:48:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MEDIENECHO</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[ARTIKEL   3 - Gleichheit vor dem Gesetz]]></category>

		<category><![CDATA[ARTIKEL  12 - Verbot der Zwangsarbeit]]></category>

		<category><![CDATA[ARTIKEL  14 - Enteignung / Eigentum verpflichtet]]></category>

		<category><![CDATA[ARTIKEL  20 Absatz 4 - Widerstandsrecht]]></category>

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		<description><![CDATA[Von TANYA CARIINA HSU, Übersetzung ins Deutsche: Hintergrund.de
&#8220;Ich glaube, dass die Bankinstitutionen für unsere Freiheiten gefährlicher sind als die Armeen.&#8221;
(Thomas Jefferson, Amerikanischer Präsident; 1743-1826)

Die USA liegen im Sterben. Sie sind selbstzerstörerisch und reißen die restliche Welt mit sich in den Abgrund. Oftmals als Subprime-Hypothekenkrise bezeichnet, verschleiert dieser Begriff den wahren Grund für den Zusammenbruch der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Von TANYA CARIINA HSU, Übersetzung ins Deutsche: <a href="http://www.hintergrund.de/content/view/299/63/" target="_blank">Hintergrund.de</a></strong></p>
<p><em><strong>&#8220;Ich glaube, dass die Bankinstitutionen für unsere Freiheiten gefährlicher sind als die Armeen.&#8221;<br />
(Thomas Jefferson, Amerikanischer Präsident; 1743-1826)</strong></em><br />
<strong><br />
</strong><a href="http://www.medienecho.net/wp-content/uploads/2008/11/dollarnote_hq.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-890" title="dollarnote_hq" src="http://www.medienecho.net/wp-content/uploads/2008/11/dollarnote_hq.jpg" alt="" width="446" height="183" /></a><strong>Die USA liegen im Sterben. Sie sind selbstzerstörerisch und reißen die restliche Welt mit sich in den Abgrund. Oftmals als Subprime-Hypothekenkrise bezeichnet, verschleiert dieser Begriff den wahren Grund für den Zusammenbruch der Finanzmärkte. Indem man greifbare notleidende Hypothekenkredite mit der Krise in Verbindung bringt, kann wenigstens etwas ‚Reales’ für das Gemetzel verantwortlich gemacht werden. Problematisch ist nur, dass dies ein Märchen ist. Das Ausmaß dieses Finanzzusammenbruchs liegt darin begründet, dass es alles nichts als heiße Luft war.</strong><br />
Die Bankenbranche änderte Ausfallgarantien in so genannte „Credit Default Swaps“ und verwandelte riskante Wetteinsätze in ‚Derivate’. Finanzmanager und Bankvorstände tischten der gesamten Welt diesen ultimativen Schwindel auf, ähnlich wie die Quacksalber im 18. Jahrhundert, nur diesmal mit Anzug und Krawatte. Und im Oktober war es schließlich zu einem Billiarden-Dollar-Gewerbe (das sind 1000 Billionen Dollar) geworden, das nur wenige durchschauten. Auf falscher Hoffnung errichtet, fallen die USA nun wie ein Kartenhaus in sich zusammen. <a href="http://www.hintergrund.de/content/view/299/63/" target="_blank">(mehr&#8230;)</a></p>
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		<title>Alchemistentreffen</title>
		<link>http://www.medienecho.net/alchemistentreffen/</link>
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		<pubDate>Mon, 17 Nov 2008 15:31:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MEDIENECHO</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[ARTIKEL   3 - Gleichheit vor dem Gesetz]]></category>

		<category><![CDATA[ARTIKEL  12 - Verbot der Zwangsarbeit]]></category>

		<category><![CDATA[ARTIKEL  14 - Enteignung / Eigentum verpflichtet]]></category>

		<category><![CDATA[ARTIKEL  15 - Sozialisierung]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Elmar Altvater
Es war schon immer ein Menschheitstraum, aus feuchtem Dreck gutes Geld zu machen. Er beflügelte die Alchemisten des Mittelalters, die aus &#8220;unedlen Stoffen&#8221; edles Gold zu fabrizieren suchten. Heute wird der Traum zum Geschäftsmodell der modernen Finanzjongleure, deren Finanzinnovationen Traumrenditen von 25 Prozent und mehr bringen sollen. Die Alchemisten scheiterten, doch immerhin erfanden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.freitag.de/2008/46/08460101.php" target="_blank">Von Elmar Altvater</a></strong></p>
<p><strong><a href="http://www.medienecho.net/wp-content/uploads/2008/11/alchemist.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-885" title="alchemist" src="http://www.medienecho.net/wp-content/uploads/2008/11/alchemist.jpg" alt="" width="195" height="276" /></a>Es war schon immer ein Menschheitstraum, aus feuchtem Dreck gutes Geld zu machen. Er beflügelte die Alchemisten des Mittelalters, die aus &#8220;unedlen Stoffen&#8221; edles Gold zu fabrizieren suchten. Heute wird der Traum zum Geschäftsmodell der modernen Finanzjongleure, deren Finanzinnovationen Traumrenditen von 25 Prozent und mehr bringen sollen. Die Alchemisten scheiterten, doch immerhin erfanden sie am sächsischen Hof das &#8220;weiße Gold&#8221;. Die modernen Finanz-Alchemisten hingegen hinterlassen nichts als ruinierte Banken, geplünderte Staatskassen und eine &#8220;Realökonomie&#8221; in Trümmern. </strong><br />
Statt Geld zu machen, haben sie Geld verbrannt. Das tut ihnen nicht weh, denn es war nicht ihres, und die &#8220;goldenen Fallschirme&#8221; saftiger Prämien ermöglichten die weiche Landung. Um die Verluste der Privaten aufzufangen, haben die Regierungen und Zentralbanken diesseits und jenseits des Atlantik mehr als 2.000 Milliarden US-Dollar öffentliche Mittel locker gemacht. Die sonst so knauserigen Regierungen hatten keine Alternative, nachdem sie selbst durch Liberalisierung und Deregulierung der Märkte den privaten Akteuren das Feld überlassen hatten, auf dem diese ihre hochrentierlichen Geschäftmodelle ausspielen konnten, bis es krachte. <a href="http://www.freitag.de/2008/46/08460101.php" target="_blank">(mehr&#8230;)</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Attac - Kinospot zur Finanzmarktkrise</title>
		<link>http://www.medienecho.net/attac-kinospot-zur-finanzmarktkrise/</link>
		<comments>http://www.medienecho.net/attac-kinospot-zur-finanzmarktkrise/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 07 Nov 2008 15:03:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MEDIENECHO</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[ARTIKEL   3 - Gleichheit vor dem Gesetz]]></category>

		<category><![CDATA[ARTIKEL  12 - Verbot der Zwangsarbeit]]></category>

		<category><![CDATA[ARTIKEL  14 - Enteignung / Eigentum verpflichtet]]></category>

		<category><![CDATA[ARTIKEL  15 - Sozialisierung]]></category>

		<category><![CDATA[ARTIKEL  18 - Verwirkung von Grundrechten]]></category>

		<category><![CDATA[ARTIKEL  20 Absatz 4 - Widerstandsrecht]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir freuen uns sehr, den neuen breitenwirksamen Attac-Spot zur Finanzmarktkrise vorstellen zu können! Der kurze Werbefilm eignet sich optimal als Einspieler vor Präsentationen, Diskussionsrunden und natürlich jedem Kinofilm. Mehr als 50 Kinos haben uns ihre Kooperation bereits fest zugesagt (Stand 6.11.). Wir freuen uns über jede weitere Aufführung.
Produziert wurde der Spot von Thomas Bohn mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir freuen uns sehr, den neuen breitenwirksamen Attac-Spot zur Finanzmarktkrise vorstellen zu können! Der kurze Werbefilm eignet sich optimal als Einspieler vor Präsentationen, Diskussionsrunden und natürlich jedem Kinofilm. Mehr als 50 Kinos haben uns ihre Kooperation bereits fest zugesagt (Stand 6.11.). Wir freuen uns über jede weitere Aufführung.<br />
Produziert wurde der Spot von Thomas Bohn mit seiner Crew. Einen ganz herzlichen Dank an alle, die sich an seiner Erstellung und Gestaltung beteiligt haben!</p>
<p><a href="http://www.casino-schliessen.de/aktionen/kinospot">Kontakt Attac</a></p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="442" height="366" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/Mi-Q7bXeWcU" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="442" height="366" src="http://www.youtube.com/v/Mi-Q7bXeWcU"></embed></object></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Barack Obama: Vorsicht vor allzu großen Hoffnungen!</title>
		<link>http://www.medienecho.net/barack-obama-vorsicht-vor-allzu-grosen-hoffnungen/</link>
		<comments>http://www.medienecho.net/barack-obama-vorsicht-vor-allzu-grosen-hoffnungen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 05 Nov 2008 22:29:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MEDIENECHO</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[ARTIKEL  25 - Völkerrecht]]></category>

		<category><![CDATA[ARTIKEL  26 - Verbot/Vorbereitung eines Angriffskrieges]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Jürgen Wagner, IMI
Unbestreitbar haben die letzten acht Jahre unter der Präsidentschaft George W. Bushs den USA aber auch dem Rest der Welt schweren Schaden zugefügt. Vor allem der &#8220;Krieg gegen den Terror&#8221; mit den beiden desaströsen Kriegen gegen den Irak und Afghanistan haben das Ansehen der Vereinigten Staaten in der Welt auf einen historischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.imi-online.de/2008.php3?id=1840" target="_blank"><strong>Von Jürgen Wagner, IMI</strong></a></p>
<p><a href="http://www.medienecho.net/wp-content/uploads/2008/11/obama_wolf_im_schafspelz.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-876" title="obama_wolf_im_schafspelz" src="http://www.medienecho.net/wp-content/uploads/2008/11/obama_wolf_im_schafspelz.jpg" alt="" width="215" height="159" /></a><strong>Unbestreitbar haben die letzten acht Jahre unter der Präsidentschaft George W. Bushs den USA aber auch dem Rest der Welt schweren Schaden zugefügt. Vor allem der &#8220;Krieg gegen den Terror&#8221; mit den beiden desaströsen Kriegen gegen den Irak und Afghanistan haben das Ansehen der Vereinigten Staaten in der Welt auf einen historischen Tiefpunkt sinken lassen. Darüber hinaus ist es begrüßenswert, dass mit Obama erstmals ein Afro-Amerikaner zum US-Präsidenten gewählt wurde. Auch setzt sich sein innenpolitisches Programm deutlich von dem seines unterlegenen Herausforderers John McCain ab. Angesichts des offensichtlich kritischen Gesundheitszustandes McCains war allein schon die Aussicht, dass im Falle seines Todes Sarah Palin als dessen Nachfolgerin ins Präsidentenamt aufsteigen würde, schlichtweg gruselig. Trotz alledem sollte man jedoch nicht die Augen davor verschließen, dass vieles darauf hindeutet, dass bzgl. der an Obama gerichteten friedenspolitischen Erwartungen der große Katzenjammer droht.</strong><br />
So deutet einiges darauf hin, dass er – nicht zuletzt aufgrund der großen wirtschaftlichen Probleme der USA – versuchen wird, die EU-Staaten künftig deutlich stärker militärisch in die Pflicht zu nehmen, auch sie soll einen angemessenen Beitrag zur Aufrechterhaltung der westlich dominierten kapitalistischen Ordnung leisten. Auch die Auswahl seines Beraterteams, Obamas eigene Äußerungen und Veröffentlichungen aus dem demokratischen Umfeld, geben keinen Anlass zu allzu großem Optimismus. Vom Irak über die grundsätzliche Haltung gegenüber Militäreinsätzen bis hin zum Verhältnis mit Russland deutet leider wenig darauf hin, dass mit einer grundsätzlichen Wende zu rechnen ist.<span id="more-875"></span></p>
<p><strong><br />
(Kleine) Hoffnungsschimmer </strong></p>
<p>Betrachtet man eine der wichtigsten Blaupausen zur Außen- und Sicherheitspolitik unter der Präsidentschaft Obamas, so dürfte am ehesten im Bereich der Nuklearpolitik mit einer Verbesserung zu rechnen sein. So setzt sich das Papier &#8220;Strategic Leadership: A Framework for a 21st Century National Security Strategy&#8221; für eine schnellstmögliche Reduzierung des amerikanischen und russischen Atomwaffenarsenals ein. Offen wird leider die Frage gelassen, ob die abgerüsteten Atomwaffen endgültig zerstört oder lediglich eingelagert (&#8221;hedge&#8221;) werden sollen. Dies war bereits unter Bush der größte Streitpunkt mit Russland, das auf eine endgültige Zerstörung drängte, da ansonsten eine neuerliche Aufrüstung nahezu problemlos jederzeit wieder möglich wäre.</p>
<p>Darüber hinaus ist Obamas Vizepräsident Joseph Biden seit vielen Jahren ein Gegner der kostspieligen und hochgradig destabilisierenden Pläne zum Aufbau einer US-Raketenabwehr.[1] Inwieweit sich dies auch auf den Beschluss auswirken wird, Teile des US-Raketenabwehrsystems in Polen und der Tschechischen Republik aufzubauen, bleibt jedoch abzuwarten. Auch die Haltung des neuen Präsidenten zu den Plänen innerhalb der NATO, einen eigenen flächendeckenden Abwehrschild errichten zu wollen, ist gegenwärtig noch unklar.[2]</p>
<p><strong><br />
Irak: Teilung und Teilabzug</strong></p>
<p>Im Gegensatz zu seiner Position hinsichtlich der US-Raketenabwehr spielt Joseph Biden mit seinen Vorschlägen zur &#8220;Lösung&#8221; des Desasters, das der Angriffskrieg gegen den Irak angerichtet hat, eine gefährliche Rolle. In einem mit Leslie Gelb verfassten Grundsatzartikel schlug Biden nicht weniger als eine Atomisierung des Irak vor: &#8220;Amerika muss sich von der falschen Wahl zwischen &#8216;den Kurs halten&#8217; und &#8216;die Truppen sofort Heim bringen&#8217; verabschieden und einen dritten Weg wählen. Einen, der es uns erlaubt, unsere Truppenpräsenz verantwortlich zu reduzieren und dabei gleichzeitig Chaos zu verhindern und unsere Sicherheitsinteressen zu wahren.&#8221; Anschließend schlagen die beiden de facto die Aufspaltung des Irak in drei Teile vor, einen sunnitischen, einen schiitischen und einen kurdischen. Da die &#8220;Dinge ohnehin in Richtung einer Teilung laufen&#8221;, solle Washington diesen Prozess so weit als möglich forcieren.[3] Nicht nur Hardliner begrüßen diesen Vorschlag. Auf seiner eigenen Website listet der Vizepräsident in einem Beitrag mit dem Titel &#8220;Biden-Gelb-Plan wird zur wichtigsten Option für den Irak&#8221; zahlreiche prominente Demokraten als Unterstützer seines Vorhabens auf.[4]</p>
<p>Darüber hinaus wird gerne übersehen, dass Obama selbst mitnichten einen vollständigen Abzug aus dem Irak anvisiert, auch wenn dies überall suggeriert wurde. Vielmehr spricht sich Obama zwar für eine deutliche Reduzierung der Präsenz aus, dennoch will er auch künftig US-Truppen im Land stationiert lassen: &#8220;Dies [die Reduzierung] würde im Sommer 2010 abgeschlossen sein. [...] Nach dieser Restrukturierung würden wir eine Kerntruppe (residual force) für bestimmte Aufgaben im Irak belassen: für das Vorgehen gegen die Reste von Al-Kaida; den Schutz unserer Dienstleister und Diplomaten; und die Ausbildung und die Unterstützung der irakischen Sicherheitskräfte, so lange bis die Iraker Fortschritte machen.&#8221;[5] Über die genaue Größe dieser &#8220;Kerntruppe&#8221;, die man auch als &#8220;Restbesatzung&#8221; bezeichnen könnte, schweigt sich Obama zwar aus, aus Andeutungen während einer Senatsanhörung geht aber hervor, dass er dabei etwa 30.000 Soldaten im Auge hat.[6] Eine zeitliche Befristung für die fortgesetzte Besatzung ist nirgendwo zu finden, das hat mit dem vollmundig versprochenen Abzug nichts zu tun.</p>
<p>Ganz grundsätzlich betonte Obama immer wieder, seine ablehnende Haltung bzgl. des Irak-Krieges sei nicht zu verwechseln mit einer pazifistischen Position und der grundsätzlichen Ablehnung des Einsatzes von Gewalt als legitimem Mittel der Politik. Betrachtet man seinen Beraterstab, so mag man ihm das gerne glauben.</p>
<p><strong>Beraterstab: Falkenkarussell</strong></p>
<p>Die Auswahl von Obamas Beraterteam ist ein Sammelsurium, in dem sich einerseits einige &#8220;realistische&#8221; Machtpolitiker wie Wesley Clark finden, der als NATO-Oberbefehlshaber den Angriffskrieg gegen Jugoslawien maßgeblich mit zu verantworten hat. Andererseits hat er aber auch zahlreiche &#8220;linksliberale&#8221; Bellizisten um sich geschart, die sich für humanitäre Interventionen zum Schutz der Menschenrechte und für die gewaltsame Verbreitung von Demokratie, Menschenrechten und – nicht zu vergessen – freien Märkten einsetzen. So bat Obama bspws. Samantha Power als seine Beraterin zu fungieren, nachdem er ihr Buch (A Problem from Hell: America and the Age of Genocide) gelesen hatte, ein flammendes Plädoyer für &#8220;humanitäre&#8221; Interventionen.[7] Ihre Positionen finden sich in Aussagen Obamas wie folgender wieder: &#8220;Werden wir den Worten &#8216;nie wieder&#8217; in Darfur Bedeutung verleihen?&#8221;[8]</p>
<p>Wie einige seiner Vertrauten ticken zeigt ein Beitrag von Michael McFaul, ebenfalls Mitglied in Obamas engerem Beraterstab. In einem Artikel mit dem Titel &#8220;Die Freiheitsdoktrin&#8221; plädierte dieser für folgendes außenpolitisches Leitbild: &#8220;Eine neue große Vision für die Anwendung amerikanischer Macht ist nötig. [...] Die Verfolgung der Freiheitsdoktrin als eine Anleitung der amerikanischen Außenpolitik bedeutet, die Förderung individueller Freiheit im Ausland an die Spitze der Agenda zu setzten. Eine Förderung der Freiheit erfordert zunächst die Eindämmung und danach die Eliminierung der gegen die Freiheit gerichteten Kräfte, seien es Individuen, Bewegungen oder Regime. Danach kommt die Konstruktion pro-freiheitlicher Kräfte. [...] Schließlich kommt die Etablierung von Regierungen, die die Freiheit ihrer eigenen Bevölkerung ebenso schätzen und schützten, wie dies die Vereinigten Staaten tun.&#8221;[9]</p>
<p>Selbst der berüchtigten Bush-Doktrin wird nicht grundsätzlich eine Absage erteilt. Ihr Kernelement, der völkerrechtswidrige Präventivkrieg, findet sich verklausuliert auch in Reden Obamas: &#8220;Wir müssen in Betracht ziehen, unsere Militärkräfte in Situationen außerhalb der Selbstverteidigung einzusetzen, um die gemeinsame Sicherheit zu gewährleisten, die globale Stabilität ermöglicht – um unsere Freunde zu unterstützen, an Stabilisierungs- und Wiederaufbaueinsätzen teilzunehmen oder gegen Massentötungen vorzugehen.&#8221;[10] Als wäre dieses Interventionsbündel nicht schon breit genug geschnürt, fügt der neue US-Präsident mit Blick auf die – tatsächlichen oder vermeintlichen – Nuklearambitionen des Irans und Nordkoreas hinzu: &#8220;Um mit diesen Bedrohungen umzugehen, werde ich die militärische Option nicht vom Tisch nehmen.&#8221;[11] Noch deutlicher wird das bereits oben erwähnte Grundlagendokument zur künftigen demokratischen Außenpolitik. Es betont zwar die &#8220;Bedeutung, dass die Umstände, unter denen Gewalt defensiv oder präventiv angewendet werden könnte, sorgfältig analysiert werden müssen.&#8221;[12] Eine Absage wird dem Konzept aber nicht erteilt.</p>
<p><strong>Kein amerikanisch-russischer Honeymoon </strong></p>
<p>Dringend erforderlich wäre ein Wandel in den amerikanisch-russischen Beziehungen, damit die sich verschärfenden Konflikte nicht in einen Neuen Kalten Krieg abgleiten. Doch auch hier stimmt die Auswahl von Obamas Beratern alles andere als zuversichtlich.</p>
<p>Am meisten Beachtung wurde der Ernennung Zbigniew Brzezinskis als Berater geschenkt, ein Altmeister US-amerikanischer Geopolitik. Er lobt sich bis heute, mit der Aufrüstung der Mudschaheddin (und auch Bin Ladens) Ende der 1970er die Sowjetunion &#8220;in die afghanische Falle&#8221; gelockt zu haben. Über diesen Menschen sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow einmal: &#8220;Ich bin froh, dass er ein ehemaliger Nationaler Sicherheitsberater ist. Hass sollte nicht die Außenpolitik bestimmen.&#8221;[13] Vor allem im jüngsten Krieg zwischen Georgien und Russland meldete sich Brzezinski lautstark zu Wort. Er verglich Putins Vorgehen mit dem Hitlers und forderte, dass dies nur zu &#8220;Ausgrenzung und wirtschaftlichen und finanziellen Sanktionen führen kann. Wenn Russland diesen Kurs weiterfährt, muss es letztendlich innerhalb der Staatengemeinschaft isoliert werden.&#8221;[14]</p>
<p>Ingesamt gelangt auch das &#8220;Center for Defense Information&#8221; zu dem Ergebnis, dass den amerikanisch-russischen Beziehungen nicht gerade rosige Zeiten bevorstehen: &#8220;Die Auswahl von Obamas Beratern ist beunruhigend. Er wird von Zbigniew Brzezinski beraten, ein Mann, der für keinerlei freundschaftliche Gefühle gegenüber Russland bekannt ist. Sein wichtigster Russland-Mann ist Michael McFaul, einer der lautstärksten Kritiker Putins in Washington. Und er erhält Lehrstunden in Demokratieförderung von George Soros. Nichts davon ist ein gutes Zeichen für die Fähigkeit Obamas, die Beziehungen zwischen Russland und den USA zu verbessern.&#8221;[15]</p>
<p><strong>Eskalation in Afghanistan </strong></p>
<p>Am deutlichsten sind Obamas Aussagen bezüglich des Kriegs in Afghanistan. Auf der einen Seite will er den Krieg auf pakistanisches Gebiet ausdehnen, um dort Rückzugsgebiete des Widerstandes zu bekämpfen, was automatisch zu einer weiteren Eskalation führen würde. Andererseits beabsichtigt er insgesamt deutlich mehr Truppen an den Hindukusch zu senden. Mindestens zwei zusätzliche Brigaden (10.000 Soldaten) sollen es sein, gleichzeitig will er aber &#8220;diese Verpflichtung dazu nutzen, um von den NATO-Verbündeten größere Beiträge – mit weniger Einschränkungen – einzufordern.&#8221;[16]</p>
<p>Mit diesen &#8220;Einschränkungen&#8221; meint Obama die so genannten &#8220;caveats&#8221;, Sonderregeln, die den Truppen einzelner NATO-Länder detailliert vorgeben, unter welchen Umständen und wo sie in Afghanistan Gewalt anwenden dürfen. Sie verbieten es etwa der Bundeswehr, sich im umkämpften Süden und Osten zu betätigen. Somit ist Obamas Aussage nicht zuletzt an die Adresse der Bundesregierung gerichtet. Sie soll nicht nur mehr Truppen entsenden, sondern diese auch ohne Einschränkung und mit allen Mitteln im gesamten Kampfgebiet einsetzen. Nicht nur in dieser Frage dürfte Obama Druck auf die Verbündeten ausüben, die Vereinigten Staaten stärker als bisher zu entlasten.</p>
<p><strong>Neue Transatlantische Partnerschaft: Re-Vitalisierung der NATO </strong></p>
<p>Nicht erst seit der jüngsten Finanzkrise hat sich die Lage für die USA auch wirtschaftlich deutlich zugespitzt. So belief sich das US-Handelsbilanzdefizit 2007 auf gigantische $700 Mrd. und die Staatsverschuldung stieg in diesem Jahr erstmals auf über $10 Billionen (rechnet man die Deckungslücke der sozialen Sicherungssysteme hinzu, so steigt diese Zahl nach Angaben des US-Finanzministeriums auf über $50 Billionen).[17] Kurz: Die einzige Weltmacht pfeift – ökonomisch wie militärisch - auf dem letzten Loch und es ist auch den US-Eliten klar, dass ein Strategiewechsel dringend erforderlich ist.</p>
<p>Es steht deshalb zu erwarten, dass Obama von den EU-Ländern einen deutlich größeren militärischen Beitrag zur Aufrechterhaltung der Weltordnung einfordern wird. Denn aufgrund der oben beschriebenen schweren wirtschaftlichen Probleme sind die Vereinigten Staaten dringend darauf angewiesen, die Lasten für die Aufrechterhaltung der westlich dominierten Weltordnung auf mehr Schultern zu verteilen. Die Europäische Union, die ebenso von diesem System profitiert wie die Vereinigten Staaten, ist hierfür der natürliche Adressat.[18]</p>
<p>Ein solches &#8220;Burden Sharing&#8221; dürfte jedoch nur gelingen, wenn dem – auch militärisch zunehmend untermauerten - Streben der Europäischen Union entsprochen wird, nicht mehr länger auf die Rolle als &#8220;Subunternehmer Amerikas&#8221; (Ernst-Otto Czempiel) reduziert zu werden. Nur über eine Aufwertung als gleichberechtigte Macht, dürften die EU-Staaten zu mehr Engagement zu bewegen sein. Um diese &#8220;Neue Transatlantische Partnerschaft&#8221; auf den Weg zu bringen, ist Barack Obama geradezu ideal geeignet. Er ist frei von dem Makel der acht dunklen Jahre unter George W. Bush, unter dem die transatlantischen Beziehungen extrem gelitten haben und er erfreut sich einer Beliebtheit, die es den EU-Staaten einfacher machen könnte, gegenüber ihrer jeweiligen Bevölkerung höhere militärischen Beiträge zu rechtfertigen.</p>
<p>Der Umgang mit dem &#8220;Chaos in der Welt&#8221;, den Folgeerscheinungen der kapitalistischen Globalisierung sowie das Bestreben, die aufkommenden Mächte Russland und China auf die Plätze zu verweisen, könnte dabei der Kitt für die Neue Transatlantische Partnerschaft sein – ihren institutionellen Niederschlag würde sie in einer vitalisierten NATO finden. Vorschläge aus Obamas Beraterstab, die NATO zu einer wirklich &#8220;globalen Allianz der Demokratien&#8221; (selbstredend unter amerikanisch-europäischer Führung) zu machen[19], deuten ebenso in diese Richtung wie Signale von der anderen Seite des Atlantiks. So kommentierte der CSU-Ehrenvorsitzende Edmund Stoiber Obamas Rede im Juli 2008 in Berlin mit folgenden Worten: &#8220;Die deutsche Politik wird sich aber auch mit seiner Forderung auseinandersetzen müssen, mehr gemeinsame Verantwortung für globale Probleme in der Welt zu übernehmen. Amerika setzt auf Deutschland und Europa. Die transatlantische Brücke wird stärker.&#8221;[20]</p>
<p>Die Forderung Obamas nach einer größeren Truppenbeteiligung in Afghanistan könnte so im schlimmsten Fall nur der Prolog für eine deutlich stärkere militärische Involvierung Deutschlands und der Europäischen Union bei der Administration der Weltordnung sein. Wohin die Reise gehen könnte, zeigt ein Vorschlag aus den Reihen des wichtigsten demokratischen Think Tanks, der &#8220;Brookings Institution&#8221;, der für den Aufbau einer stehenden amerikanisch-europäischen &#8220;Stabilisierungstruppe&#8221; im Umfang von 600.000 Soldaten plädierte. Da die gegenwärtige Ordnung an allen Ecken und Enden brüchig wird, bestünde die Notwendigkeit und das gemeinsame Interesse, deren Konflikte militärisch zu &#8220;stabilisieren&#8221;. Die Begründung: &#8220;In einer Welt, die im Wesentlichen von den Industriedemokratien am Laufen gehalten und dominiert wird, wird ein anhaltendes Versagen, solchen Konflikten zu begegnen, nicht nur ihre moralische Integrität schwächen, sondern ihre internationale Legitimität als globale Führer untergraben.&#8221;[21]</p>
<p><strong>Anmerkungen:</strong></p>
<p>[1] Vgl. Joseph Bidens Vorwort in Young, Stephen W.: Pushing the Limits, Coalition to Reduce Nuclear Danger, Washington D.C. 2000.</p>
<p>[2] Vgl. Strategic Leadership: A Framework for a 21st Century National Security Strategy, Center for a New American Century, July 2008, S. 5.</p>
<p>[3] Biden, Joseph/Geld, Leslie: Unity Through Autonomy in Iraq. New York Times, 01.05.2006.</p>
<p>[4] Biden-Gelp Plan Emerges as Leading Option for Moving Forward in Iraq, URL:</p>
<p>http://biden.senate.gov/press/press_kit/downloads/BIDEN-GELB%20EMERGES%20_9-20-07.pdf<br />
/&gt;<br />
[5] Obama’s Remarks on Iraq and Afghanistan, New York Times, 15.07.2008.</p>
<p>[6] Escobar, Pepe: Obama&#8217;s brave (new?) world, Asia Times Online, 17.06.2008.</p>
<p>[7] Baehr, Richard/Lasky, Ed:: Samantha Power and Obama&#8217;s Foreign Policy Team, American Thinker, 19.02.2008, URL: http://www.americanthinker.com/2008/02/samantha_power_and_obamas_fore_1.html</p>
<p>[8] &#8220;Dies ist der Moment&#8221;. Obamas Rede im Wortlaut, süddeutsche.de, 24.07.2008.</p>
<p>[9] McFaul, Michael, The Liberty Doctrine, in: Policy Review, April-May 2002.</p>
<p>[10] Bandow, Doug: Presidential Hawks, Left and Right, antiwar.com, 29.06.2008.</p>
<p>[11] Ebd.</p>
<p>[12] Strategic Leadership 2008, S. 16.</p>
<p>[13] Griffin, Webster: Obama - The Postmodern Coup: Making of a Manchurian Candidate by Webster Griffin, URL: http://tinyurl.com/5r4rgk</p>
<p>[14] &#8220;Russlands Vorgehen ähnelt dem von Hitler&#8221;, Die Welt, 11.08.2008. Ebenfalls in sein Team geholt hat Obama Brzezinskis Sohn Mark, der seinem Vater hinsichtlich dessen Russophobie in nichts nachsteht.</p>
<p>[15] Should Moscow Root for Obama?, CDI Russia List, 21.03.2008.</p>
<p>[16] Obama’s Remarks on Iraq and Afghanistan, New York Times, 15.07.2008.</p>
<p>[17] Während sich dieses Handelsbilanzdefizit 1992 noch auf vergleichsweise harmlose $39 Mrd. belief, stieg es schon während der Amtszeit Bill Clintons bedrohlich auf $379,835 Mrd. im Jahr 2000. Unter George W. Bush setzte man schließlich jährlich zu neuen &#8220;Höhenflügen&#8221; an. Da diese Lücke zwischen Importen und Exporten primär in Form von Schuldscheinen (Staatsanleihen) gedeckt wird, ist es nicht weiter verwunderlich, dass sich der US-Schuldenberg analog zum Handelsbilanzdefizit entwickelte. Washingtons Verbindlichkeiten haben sich seit 1992 (ca $4 Billionen) ebenfalls mehr als verdoppelt.</p>
<p>[18] Im Dokument Strategic Leadership 2008 wird eindeutig der Zusammenhang zwischen dem nicht länger aufrecht zu erhaltenden Defizit und der Notwendigkeit zur Lastenverteilung hergestellt.</p>
<p>[19] Daalder, Ivo/Goldgeier, James: Global NATO, Foreign Affairs, September/October 2006.</p>
<p>[20] &#8220;Starke und mutige Botschaft&#8221;, Spiegel Online, 24.07.2008.</p>
<p>[21] O&#8217;Hanlon, Michael/Singer, Peter: The Humanitarian Transformation, in: Survival, Vol. 46, Issue 1, (Spring 2004), S. 77f.</p>
<p><a href="http://www.imi-online.de/2008.php3?id=1840" target="_blank">http://www.imi-online.de/2008.php3?id=1840</a></p>
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		<title>Wer zahlt eigentlich, wenn das Geld arbeitet?</title>
		<link>http://www.medienecho.net/wer-zahlt-eigentlich-wenn-das-geld-arbeitet/</link>
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		<pubDate>Fri, 31 Oct 2008 10:55:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MEDIENECHO</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[ARTIKEL   3 - Gleichheit vor dem Gesetz]]></category>

		<category><![CDATA[ARTIKEL  14 - Enteignung / Eigentum verpflichtet]]></category>

		<category><![CDATA[ARTIKEL  18 - Verwirkung von Grundrechten]]></category>

		<category><![CDATA[ARTIKEL  20 Absatz 4 - Widerstandsrecht]]></category>

		<category><![CDATA[ARTIKEL  25 - Völkerrecht]]></category>

		<category><![CDATA[ARTIKEL  26 - Verbot/Vorbereitung eines Angriffskrieges]]></category>

		<category><![CDATA[ARTIKEL  87a -Einsatz/Bundeswehr - im Inneren verboten]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Löwen und Lämmern: &#8220;Let&#8217;s make money&#8221; ist eine Reise in die Gehege des Raubtierkapitalismus
Von Rüdiger Suchsland

Es sind harte Schläge direkt ins Gesicht, die der Kapitalismus hier erhält. Ziemlich viele, sein Gesicht ist zur Fratze entstellt, die hübsche Maske aufgerissen. Noch stürmen zwar keine Massen die Banken wie zu Beginn der 30er Jahre, aber das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Von Löwen und Lämmern: &#8220;Let&#8217;s make money&#8221; ist eine Reise in die Gehege des Raubtierkapitalismus</strong></em></p>
<p><a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29034/1.html" target="_blank"><strong>Von Rüdiger Suchsland</strong></a></p>
<h3><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="452" height="365" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/6E6M3Wsyhro&amp;hl=de&amp;fs=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="452" height="365" src="http://www.youtube.com/v/6E6M3Wsyhro&amp;hl=de&amp;fs=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object><strong></strong></h3>
<h3><strong>Es sind harte Schläge direkt ins Gesicht, die der Kapitalismus hier erhält. Ziemlich viele, sein Gesicht ist zur Fratze entstellt, die hübsche Maske aufgerissen. Noch stürmen zwar keine Massen die Banken wie zu Beginn der 30er Jahre, aber das kann ja noch kommen, und manchen Banken würde man das angesichts Erwin Wagenhofers Film auch wünschen. &#8220;Lets make money&#8221; kehrt den ideologischen Scherbenhaufen zusammen, der vom implodierenden Neoliberalismus übrig geblieben ist. Sein Film zeigt die Produktionsbedingungen der Finanzkrise, er zeigt aber auch, warum es höchstwahrscheinlich so weiter gehen wird, warum auf die Krise keineswegs eine grundlegende Veränderung unserer Wirtschaft folgen wird.</strong></h3>
<h3>Der Kapitalismus ist ein blutiges Geschäft. Das sagen nicht irgendwelche seiner Verächter, sondern die ehrlicheren unter seinen Verteidigern. Etwa <a class="link" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Mark_Mobius"> Mark Mobius</a> (1), &#8220;Investment-Guru&#8221; einer ganzen Generation, der – aus Steuergründen von Singapur aus - Fonds in Milliardenhöhe verwaltet. &#8220;Man muss kaufen, wenn das Blut auf den Straßen liegt&#8221;, zitiert er im Film eine alte Wall-Street-Weisheit und fügt verschmitzt hinzu, &#8220;und wenn es Dein eigenes ist.&#8221; All das sitzt bis zum letzten Hieb: Da zeigt der Film das Gekritzel sowjetischer Soldaten an den Mauern des Reichstags, entstanden kurz nach Kriegsende im Mai 1945. Dazu sagt der SPD-Abgeordnete Hermann Scheer: &#8220;Wenn wir so weitermachen, dann kommen neue Selektionsmechanismen.&#8221; Die Botschaft ist klar. Auf die Krise folgt die Knappheit, auf die Knappheit Verteilungskämpfe. Und dann beginnt die Barbarei. Und - das muss man wohl für die hinzufügen, die jetzt denken &#8220;und wenn schon, wo gehobelt wird, da fallen Späne, und Verteilungskämpfe sind halt das Leben&#8221; - es ist keineswegs ausgemacht, dass der Westen nicht jenes Ancien Regime unseres Zeitalters ist, dass von den neuen Sansculotten aus Afrika hinweggefegt wird, bevor dann dein kleiner Korporal auch Peking kommt&#8230; Wir wissen nicht, wie es Mobius gerade geht, denn Erwin Wagenhofers (&#8221;We Feed the World&#8221;) Film ist selbstverständlich vor der aktuellen Finanzkrise entstanden - vermutlich kauft er gerade in großem Stil ein. Denn auch wenn ohne jeden Zweifel derzeit das Blut der Aktienhändler, Finanzjongleure und Casino-Kapitalisten in Strömen fließt - falls sie ihren eigenen Überzeugungen nur einigermaßen vertrauen - wovon man, wie immer bei Gläubigen, auch in diesem Fall ausgehen darf - sitzen jetzt schon die ersten von ihnen in Wartestellung, um zu kaufen, nicht zu früh, aber bitte auch nicht zu spät. Im ein paar Jahren macht Wagenhofer dann vielleicht einen Film über diejenigen, die sich gerade eine goldene Nase verdienen. <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29034/1.html" target="_blank">(mehr&#8230;)</a></h3>
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		<title>Reiche aller Länder, bereichert Euch!</title>
		<link>http://www.medienecho.net/reiche-aller-lander-bereichert-euch/</link>
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		<pubDate>Fri, 31 Oct 2008 10:43:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MEDIENECHO</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[ARTIKEL   3 - Gleichheit vor dem Gesetz]]></category>

		<category><![CDATA[ARTIKEL  12 - Verbot der Zwangsarbeit]]></category>

		<category><![CDATA[ARTIKEL  14 - Enteignung / Eigentum verpflichtet]]></category>

		<category><![CDATA[ARTIKEL  18 - Verwirkung von Grundrechten]]></category>

		<category><![CDATA[ARTIKEL  20 Absatz 4 - Widerstandsrecht]]></category>

		<category><![CDATA[ARTIKEL  87a -Einsatz/Bundeswehr - im Inneren verboten]]></category>

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		<description><![CDATA[NEOLIBERALE KERNSCHMELZE - Warum es falsch ist, die Finanzkrise isoliert zu sehen
Mohssen Massarrat
Die derzeitige Finanzkrise ist - inzwischen unbestritten - die größte Krise des Kapitalismus nach der ersten Weltwirtschaftskrise vor über 80 Jahren. Sie führt auch die Krise der Kapitalismuskritiker drastisch vor Augen. Sie alle haben diese Entwicklung zwar vorausgesagt, sich jedoch kaum damit befasst, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>NEOLIBERALE KERNSCHMELZE - Warum es falsch ist, die Finanzkrise isoliert zu sehen</strong></em></p>
<p><strong><a href="http://www.freitag.de/2008/44/08440901.php" target="_blank">Mohssen Massarrat</a></strong></p>
<p><a href="http://www.medienecho.net/wp-content/uploads/2008/10/neoliberalismus.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-873" title="neoliberalismus" src="http://www.medienecho.net/wp-content/uploads/2008/10/neoliberalismus.jpg" alt="" width="190" height="191" /></a><strong>Die derzeitige Finanzkrise ist - inzwischen unbestritten - die größte Krise des Kapitalismus nach der ersten Weltwirtschaftskrise vor über 80 Jahren. Sie führt auch die Krise der Kapitalismuskritiker drastisch vor Augen. Sie alle haben diese Entwicklung zwar vorausgesagt, sich jedoch kaum damit befasst, welche Konsequenzen aus der Krise im Sinne einer emanzipatorischen Politik zu ziehen wären. Jetzt ist es an der Zeit, das Versäumte schnellstens nachzuholen. Es ist offensichtlich: die &#8220;Rettungspakete&#8221; der EU-Regierungen führen nur dazu, dass der neoliberale Kapitalismus unbeschadet davonkommt. </strong><br />
&#8220;Ich bin fest davon überzeugt, dass genügend Menschen bereits wieder daran arbeiten, das Versagen des Systems möglichst schnell mit dem Mantel des Vergessens zuzudecken&#8221;, sagt der ehemalige Daimler-Chef Edzard Reuter (FR vom 18./19. Oktober). Die Tatsache, dass Angela Merkel zunächst Hans Tietmeyer, einen der Architekten des Neoliberalismus in Deutschland, als Koordinator des Rettungspakets vorschlug, dann - nach Kritik im Parlament - ihn wieder fallen ließ, um den nächsten, ebenfalls eingefleischten Neoliberalen, Jörg Asmussen, zu präsentieren, beweist es: die Neoliberalen sind mit aller Kraft dabei, alle Zügel in der Hand zu behalten und zur Rettung des Systems Bauernopfer zu bringen. Schuld an allem sei die &#8220;Raffgier&#8221; einiger Manager. Mit untauglichen Mitteln, wie einer Gehaltsbegrenzung für Manager, soll der Wut der Bevölkerung die Spitze genommen werden. In allen Fernsehkanälen ist &#8220;Gier&#8221; der Manager das Thema - die Gier sei halt menschlich, also eine unveränderliche Konstante, zum Neoliberalismus gäbe es daher keine Alternative. <a href="http://www.freitag.de/2008/44/08440901.php" target="_blank">(mehr&#8230;)</a></p>
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		<title>DER ABSCHIEDSBRIEF VON HEDGE FOND MANAGER ANDREW LAHDE</title>
		<link>http://www.medienecho.net/der-abschiedsbrief-von-hedge-fond-manager-andrew-lahde/</link>
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		<pubDate>Wed, 29 Oct 2008 16:05:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MEDIENECHO</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[ARTIKEL   1 -      Menschenwürde]]></category>

		<category><![CDATA[ARTIKEL   2 - Handlungsfreiheit / Freiheit der Person]]></category>

		<category><![CDATA[ARTIKEL  12 - Verbot der Zwangsarbeit]]></category>

		<category><![CDATA[ARTIKEL  14 - Enteignung / Eigentum verpflichtet]]></category>

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		<description><![CDATA[Während die US-Immobilienpreise ins Bodenlose stürzten, verdiente Andrew Lahde mit seinem Hedgefonds Lahde Capital massiv: 1000 Prozent Rendite konnte der Fondsmanager jetzt verzeichnen. Erst vor einem Jahr hatte er seinen Fonds an den Start geschickt. Lahdes Strategie ist simpel: Er hat einfach rigoros gegen den Markt gewettet – und massiv Profit daraus geschlagen, berichtet die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.medienecho.net/wp-content/uploads/2008/10/andrew_lahde.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-871" title="andrew_lahde" src="http://www.medienecho.net/wp-content/uploads/2008/10/andrew_lahde.jpg" alt="" width="187" height="291" /></a><strong>Während die US-Immobilienpreise ins Bodenlose stürzten, verdiente Andrew Lahde mit seinem Hedgefonds Lahde Capital massiv: 1000 Prozent Rendite konnte der Fondsmanager jetzt verzeichnen. Erst vor einem Jahr hatte er seinen Fonds an den Start geschickt. Lahdes Strategie ist simpel: Er hat einfach rigoros gegen den Markt gewettet – und massiv Profit daraus geschlagen, berichtet die Financial Times. Die US-Immobilienkrise mit dem radikalen Preisverfall für Eigenheime ahnte er voraus – darum vermied er es, im sogenannten Subprime-Segment zu investieren.</strong><br />
Stattdessen setzte Lahde auf Derivate – und spekulierte mit ihnen auf einen Einbruch der Billgkredite. Der Markt hingegen wettete auf weiteres Wachstum und verkaufte Subprimekredite mit Aufschlag von einer Bank zur nächsten.<br />
In einem Brief an die Aktionäre rechnete Lahde vor kurzem mit der US-Bankenszene ab. &#8220;Unser komplettes Bankensystem ist ein Desaster&#8221;, kritisierte der Manager die Institute. Wenn alle Großbanken ihre Assets am Markt bewerten müssten, wären sie insolvent, legte Lahde nach [...]. <a href="http://www.sueddeutsche.de/finanzen/artikel/124/144794/" target="_blank">(SZ)</a></p>
<p><em>Sehr geehrter Anleger,</em></p>
<p><em>heute schreibe ich nicht, um zu prahlen. Das wäre völlig unangemessen, da so viele leiden. Ich will auch nicht weitere Vorhersagen abgeben. Die meisten meiner früheren Prognosen sind eingetroffen oder werden gerade Realität. Ich schreibe vielmehr, um mich zu verabschieden.</em><span id="more-870"></span></p>
<p><em>Im &#8220;Wall Street Journal&#8221; wurde jüngst ein Hedge-Fonds-Manager, der gerade seinen 300 Mio. $ schweren Fonds auflöst, mit den Worten zitiert: &#8220;Was ich über das Hedge-Fonds-Geschäft gelernt habe? Dass ich es hasse.&#8221; Das kann ich so unterschreiben.</em></p>
<p><em>Ich habe das Spiel wegen des Geldes mitgemacht. Die Low-Hanging Fruits - sprich: die Idioten, deren Eltern für Yale und den Harvard-MBA blechen - warteten nur darauf, gepflückt zu werden. Diese Leute waren (häufig) wirklich die Ausbildung nicht wert, die sie (angeblich) erhalten haben, aber sie stiegen trotzdem in Unternehmen wie AIG, Bear Stearns und Lehman Brothers sowie in alle Ebenen unserer Regierung auf. Dieses die Aristokratie stützende Verhalten machte es mir letztlich nur einfacher, Leute zu finden, die dumm genug waren, meine Verluste auszugleichen. Gott segne Amerika.</em></p>
<p><em>Ich habe viel zu vielen Menschen für meinen Erfolg zu danken, aber ich will auch nicht wie ein Hollywoodschauspieler bei einer Dankesrede klingen. Das Geld war mir Lohn genug. Außerdem wissen die zahllosen Leute, denen Dank gebührt, dass sie gemeint sind.</em></p>
<p><em>Ich werde kein Geld mehr für andere Leute oder Unternehmen verwalten. Ich habe genug damit zu tun, mich um mein eigenes Vermögen zu kümmern. Einige Leute meinen, meinen Nettowert annähernd ausgerechnet zu haben, und wundern sich vielleicht, dass ich mit einer so verhältnismäßig kleinen Kriegskasse aussteige. Aber das ist in Ordnung, ich bin zufrieden mit dem, was ich bekommen habe.</em></p>
<p><em>Sollen doch andere ein neun-, zehn- oder elfstelliges Vermögen anhäufen. Aber bis dahin ist ihr Leben nichts wert. Ein Termin nach dem anderen, immer drei Monate im Voraus ausgebucht, im Januar zwei Wochen Urlaub, wo sie die ganze Zeit auf ihren Blackberry starren. Und wozu? In 50 Jahren sind sie doch ohnehin alle vergessen. Niemand wird sich an Steve Ballmer, Steven Cohen und Larry Ellison erinnern. Dieses ganze Getue, ein Vermächtnis zu hinterlassen, verstehe ich nicht. Fast jeder wird vergessen, also versucht doch gar nicht erst, euch unsterblich zu machen. Werft den Blackberry weg, und genießt das Leben!</em></p>
<p><em>Das war&#8217;s dann also, ich steige aus. Bitte erwarten Sie auf E-Mails oder Anrufe keine Reaktionen. (&#8230;) Ich habe kein Interesse an irgendwelchen Geschäften, für die mich andere gewinnen wollen. Zum Markt habe ich wirklich nicht viel zu sagen, außer dass es noch eine Weile, möglicherweise auf Jahre hinaus, schlimmer wird. Ich bin zufrieden, außen vor zu bleiben und abzuwarten. Auf diese Weise haben wir schließlich auch aus dem Subprime-Debakel Geld gemacht. Jetzt habe ich die Zeit zu genesen - von all dem Stress, den ich mir in den vergangenen zwei Jahren aufgebürdet habe wie schon in meinem ganzen Leben. Denn immer musste ich mit denen konkurrieren, deren Vorteile (sprich: reiche Eltern) ich nicht hatte. Möge das Leistungsprinzip Teil der neuen, unbedingt erforderlichen Regierungsform werden.</em></p>
<p><em>Was die US-Regierung anbelangt, hätte ich einen Vorschlag. Zunächst möchte ich auf die offensichtlichen Fehler aufmerksam machen: In den vergangenen acht Jahren wurden dem Kongress wiederholt Gesetzentwürfe vorgelegt, die den räuberischen Kreditvergabepraktiken der jetzt meist nicht mehr existenten Institute Einhalt geboten hätten. Diese Kreditinstitute haben mit schöner Regelmäßigkeit die Säckel beider Parteien gefüllt, und als Gegenleistung lehnten diese Gesetze ab, die den einfachen Bürger schützen sollten. Das ist ein Skandal, aber niemanden scheint es zu kümmern, oder niemand scheint auch nur darüber Bescheid zu wissen.</em></p>
<p><em>Seit Thomas Jefferson und Adam Smith hat es kaum einen würdigen Philosophen gegeben - oder zumindest keinen, der sich auf die Verbesserung unseres Regierungssystems konzentriert hätte. 200 Jahre lang hat der Kapitalismus funktioniert, doch die Zeiten ändern sich, und Systeme werden korrupt. George Soros, ein Mann von unermesslichem Reichtum, hat gesagt, er wolle als Philosoph in Erinnerung bleiben. Mein Vorschlag wäre, dass er ein Forum sponsert, in dem kluge Köpfe ein neues Regierungssystem ausarbeiten, das auch wirklich die Interessen des einfachen Mannes vertritt. Gleichzeitig sollten Anreize geschaffen werden, die so verlockend sind, dass auch die Besten und Gescheitesten bereit sind, eine Regierungsfunktion zu übernehmen, ohne dass sie mithilfe von Korruption ihre Interessen und ihren Lebensstil fördern müssten. (&#8230;) Ich glaube, es gibt eine Lösung, aber in jedem Fall ist das System derzeit eindeutig kaputt.</em></p>
<p><em>Nicht zuletzt möchte ich auf eine alternative Lebensmittel- und Energiequelle aufmerksam machen: Hanf. Man wird ihn in keiner Werbung von BP oder ADM erwähnt finden, aber Hanf wird seit mindestens 5000 Jahren zur Fertigung von Stoffen und Lebensmitteln genutzt und für so ziemlich alles, was aus Mineralölerzeugnissen hergestellt wird. Hanf ist nicht Marihuana und umgekehrt. Hanf ist die männliche Pflanze und wächst wie Unkraut. Die erste amerikanische Flagge wurde aus Hanffaser gefertigt, und unsere Verfassung wurde auf Papier gedruckt, das aus Hanf hergestellt worden war. Noch im Zweiten Weltkrieg bediente sich die US-Regierung seiner und erklärte es nach dem Sieg prompt für illegal.</em></p>
<p><em>Warum ist es in einer Zeit, in der immer und überall darüber gesprochen wird, in Sachen Energie unabhängiger zu werden, illegal, diese Pflanze in diesem Land anzubauen? Ach ja, da ist ja die weibliche Pflanze. Das Übel. Marihuana. Es macht high, bringt einen zum Lachen, verursacht keinen Kater. Im Gegensatz zu Alkohol führt es nicht zu Kneipenschlägereien oder verprügelten Ehefrauen. Warum also ist diese harmlose Pflanze illegal? Ist sie eine Einstiegsdroge? Nein, das wäre Alkohol, der in diesem Land so heftig beworben wird. Meiner Ansicht nach ist Hanf illegal, weil Amerikas Unternehmen, die den Kongress in der Hand haben, viel lieber süchtig machende Medikamente verkaufen, als das private Züchten einer Pflanze zu erlauben, das keinen Gewinn in die eigenen Kassen spült. Dieses Vorgehen ist lächerlich. Es hat dazu beigetragen, dass wir von Energiequellen im Ausland so abhängig sind. Andere Länder lachen sich über die Dummheit unserer Politik kaputt, vor allem Kanada und einige Nationen in Europa. In den US-Medien merkt man davon nichts, denn sie ignorieren das Thema. Bitte, Leute, hört auf zu reden und fangt an, darüber nachzudenken, wie wir wirklich Selbstversorger werden können.</em></p>
<p><em>Ich empfehle mich hiermit und wünsche viel Glück.</em></p>
<p><em>Mit freundlichen Grüßen</em></p>
<p><em>Andrew Lahde</em></p>
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		<title>Die neuen Kapitalverbrechen</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Oct 2008 15:22:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MEDIENECHO</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[ARTIKEL   2 - Handlungsfreiheit / Freiheit der Person]]></category>

		<category><![CDATA[ARTIKEL   3 - Gleichheit vor dem Gesetz]]></category>

		<category><![CDATA[ARTIKEL   5 - Freiheit von Meinung, Presse, Information]]></category>

		<category><![CDATA[ARTIKEL  12 - Verbot der Zwangsarbeit]]></category>

		<category><![CDATA[ARTIKEL  14 - Enteignung / Eigentum verpflichtet]]></category>

		<category><![CDATA[ARTIKEL  18 - Verwirkung von Grundrechten]]></category>

		<category><![CDATA[ARTIKEL  20 Absatz 4 - Widerstandsrecht]]></category>

		<category><![CDATA[ARTIKEL  87a -Einsatz/Bundeswehr - im Inneren verboten]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Heribert Prantl
Die neuen Kapitalverbrechen
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://sz-audio.sueddeutsche.de/politik/index.php?audio=1097%23top">Von Heribert Prantl</a></strong><a href="http://www.medienecho.net/wp-content/uploads/2008/10/bild-2.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-867" title="bild-2" src="http://www.medienecho.net/wp-content/uploads/2008/10/bild-2.jpg" alt="" width="457" height="87" /></a></p>
<p><a href="http://www.medienecho.net/wp-content/uploads/2008/10/20081007_politik_zurwoche_strafrecht_rk.mp3">Die neuen Kapitalverbrechen</a></p>
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		<title>Staatsstreich mit Plan P</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Sep 2008 00:06:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>MEDIENECHO</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[ARTIKEL   3 - Gleichheit vor dem Gesetz]]></category>

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		<category><![CDATA[ARTIKEL  14 - Enteignung / Eigentum verpflichtet]]></category>

		<category><![CDATA[ARTIKEL  18 - Verwirkung von Grundrechten]]></category>

		<category><![CDATA[ARTIKEL  20 Absatz 4 - Widerstandsrecht]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Winfried Wolf
»Entscheidungen des Finanzministeriums in Verfolgung dieses Gesetzes (&#8230;) unterliegen der Geheimhaltung. Sie können von keinem Gericht und von keiner Regierungsbehörde angefochten werden.«
Noch in dieser Woche soll im US-Kongreß ein Gesetz beschlossen werden, das nach außen als »Plan zur Rettung des Finanzsystems« verkauft wird. In Wirklichkeit handelt es sich um eine der größten Vermögensumverteilungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.jungewelt.de/2008/09-24/001.php#top" target="_blank"><strong>Von Winfried Wolf</strong></a></p>
<p><span style="color: #43b9a4;"><strong><em>»Entscheidungen des Finanzministeriums in Verfolgung dieses Gesetzes (&#8230;) unterliegen der Geheimhaltung. Sie können von keinem Gericht und von keiner Regierungsbehörde angefochten werden.«</em></strong></span></p>
<p><a href="http://www.medienecho.net/wp-content/uploads/2008/09/borsencrash.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-864" title="borsencrash" src="http://www.medienecho.net/wp-content/uploads/2008/09/borsencrash.jpg" alt="" width="247" height="218" /></a><strong>Noch in dieser Woche soll im US-Kongreß ein Gesetz beschlossen werden, das nach außen als »Plan zur Rettung des Finanzsystems« verkauft wird. In Wirklichkeit handelt es sich um eine der größten Vermögensumverteilungen in der Wirtschaftsgeschichte – zugunsten des Finanzsektors, zu Lasten der Steuerzahlenden und der Bevölkerung. Wenn dieses Gesetz wie absehbar mit einigen Änderungen beschlossen wird, dann kommt dies einem kalten Staatsstreich gleich. US-Finanzminister Henry Paulson wird mit seinem »Plan P« zum Finanzdiktator. </strong>In dem Entwurf für das Gesetz heißt es in »Section 2«: »Der Minister ist ermächtigt, Hypothekenbezogene Wertpapiere von jedem denkbaren Finanzinstitut, das sein Hauptquartier in den USA hat, zu Bedingungen, die das Finanzministerium festlegt, zu kaufen.« Diese Käufe können in einem Umfang und Maß stattfinden, »wie das Finanzministerium dies für erforderlich hält«, wobei es dafür »keinerlei Beschränkungen gibt«. Die allgemein verbreitete Behauptung, es gehe um 700 Milliarden US-Dollar, ist irreführend, im Text steht explizit »without limitation«. In »Section 8« wird die Aufhebung der Demokratie auf den Punkt gebracht: »Entscheidungen des Finanzministeriums in Verfolgung dieses Gesetzes (&#8230;) unterliegen der Geheimhaltung. Sie können von keinem Gericht und von keiner Regierungsbehörde angefochten werden.« <a href="http://www.jungewelt.de/2008/09-24/001.php#top" target="_blank">(mehr&#8230;)</a></p>
<p>Dazu mehr</p>
<p>bei den NachDenkSeiten:</p>
<p>• <a href="http://www.nachdenkseiten.de/?p=3471%23more-3471" target="_blank">Das Casino kracht zusammen. Croupière Merkel flüchtet durch den Hinterausgang</a></p>
<p>• <a href="http://www.nachdenkseiten.de/?p=3478" target="_blank">Deutschlands maßgebliche politische und wirtschaftliche „Eliten“ sind mit der Finanzindustrie verfilzt</a></p>
<p>von Joseph Stiglitz in der FAZ:</p>
<p>• <a href="http://www.faz.net/s/Rub48D1CBFB8D984684AF5F46CE28AC585D/Doc~EF79D68090A1F47A8ADDA232B1FD0AB67~ATpl~Ecommon~Sspezial.html" target="_blank">Der amerikanische Staat ist schuld</a></p>
<p>bei Radio Utopie:</p>
<p>• <a href="http://www.radio-utopie.de/2008/09/26/was-ist-los-mit-dem-dollar/" target="_blank">Was ist los mit dem Dollar?</a></p>
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